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Fragen eines englisch-Reiters...

Pferde-Community.de » Pferdesport » Western » Fragen eines englisch-Reiters... » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
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Zum Ende der Seite springen Fragen eines englisch-Reiters...  
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madpony madpony ist weiblich
Super Moderator


Herkunft: Taunus

Fragezeichen Fragen eines englisch-Reiters... Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallöchen ihr lieben Cowboys!

Mein Hotti steht seit einiger Zeit in einem kleinen Privatstall, in dem alle anderen Reiter in der Western-Freizeit reiten.
Irgendwann bin ich auch mal eines ihrer Pferde auf dem Platz geritten, aber auf meine Bitte nach ein bisschen Anleitung kam die Antwort zwischen den beiden Reitweisen bestehe eh kein großer Unterschied.
Ich kenne mich zwar mit dem Westernreiten mehr oder weniger gar nicht aus, aber ich bin bin schon der Meinung, dass es da sehr große Unterschiede gibt.
Als erstes ist mir v.a. die Zügelführung eingefallen, denn ich dachte immer beim Westernreiten würde man nicht mit Anlehnung und ständigem Kontakt zum Pferdemaul reiten?
Diesbezüglich habe ich mich auch auf einem Ausritt sehr gewundert, wo meine Mitreiterin ihr Pferd am Anfang nach meinem empfinden ganz klar englisch mit anstehendem Zügel geritten ist. Ich habe sie darauf etwas verwundert angesprochen und sie meinte darauf, auch ein Westernpferd müsse erstmal mit kurzem Zügel warmgeritten (und auch eingeritten) werden und ert, wenn das Pferd schön rund geht lässt man den Zügel nach.

Ich finde das ein wenig seltsam, würde das doch bedeuten, dass man ein Pferd gar nicht westernmäßig einreitet, die Westernreiterei also ohne das englische Reiten gar nicht möglich wäre???

Bin ich da denn volkommen falsch gewickelt? Klärt mich doch mal bitte über die Unterschiede auf, das würde mich jetzt sehr interessieren.

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23.12.2004 07:28 madpony ist offline E-Mail an madpony senden Beiträge von madpony suchen Nehme madpony in deine Freundesliste auf

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Luckydee Luckydee ist weiblich
Jungspund


Herkunft: Rheinland-Pfalz

RE: Fragen eines englisch-Reiters... Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo Madpony,

Also ich kann nicht von mir behaupten, dass ich die Weisheit mit Löffeln gefressen habe, also korrigiert mich, wenn ich was falsches von mir gebe.

Bei uns werden die Pferde immer mit losem Zügel geritten. In Zirkeln wird zunächst das Pferd mit etwas abgestrecktem Arm (des Reiters) nach innen geholt (z. B. nach links). Gleichzeitig tippt man mit dem rechten Schenkel, damit das Pferd nach Links ausweicht und in den Zirkel geht. Später wird das Pferd so trainiert, dass man nur noch den rechten Zügel an den Hals legen muss, damit das Pferd nach links ausweicht. ?( Ich hoffe, du verstehst, was ich meine...

Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass das Pferd nicht ständig getrieben wird. Es wird einmal getrieben, bis es die Gangart wechselt, dann macht es das so lange, bis ein anderes Kommando kommt. Wenn man beispielsweise vom Galopp in den Trab oder vom Trab in den Schritt wechselt, geschieht auch das idealerweise nur mit Stimm- und Gewichtshilfen. Du verlagerst also dein Gewicht etwas nach hinten und sagst "easy". Beim Stoppen ist das Ähnlich, hier lautet das Kommando "woah".

Alles in allem soll bei einem gut ausgebildeten Westernpferd alles nur mit Gewichts- und Schenkelhilfen gemacht werden, so dass der Zügel quasi immer durchhängt.

Wenn du Interesse an einer Ausbildung von Pferd oder Reiter hast, kann ich dir die Bücher Grundkurs Westernreiten und Grundausbildung Westernreiten von Peter Kreinberg empfehlen. Das Buch Step bei Step von George Maschalani ist ebenfalls super geeignet. Hier wird Schritt für Schritt in sehr aussagekräftigen Bildern erklärt. Kreinberg geht sogar so weit, dass er als Demonstration eines gut ausgebildetes Westernpferdes ganz ohne Trense und Zügel reitet. Sehr interessant...

Liebe Grüße
Luckydee
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23.12.2004 08:41 Luckydee ist offline E-Mail an Luckydee senden Beiträge von Luckydee suchen Nehme Luckydee in deine Freundesliste auf

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Anna Anna ist weiblich
VIP


Herkunft: NRW

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Hallo Madpony

auch ich erzähle immer, sooo groß ist der Unterschied zwischen Englisch und Western nicht... aber sicher, es gibt da einige Unterschiede.

Das erste und meiner Meinung nach wichtigste, ist, dass das Westernreiten im Gegensatz zum Englischen eine Signalreitweise ist. Das bedeutet, dass eine einmal gegebene Hilfe vom Pferd solange ausgeführt werden soll, bis ein anderes Komando gegeben wird.

Natürlich kommt kein Pferd so auf die Welt. Genau wie im Englisch-Bereich müssen die Pferde ihren zukünftigen job erst einmal lernen (und genauso wenig, wie bei Euch jeder Englisch-Reiter Grand Prix reitet, ist bei uns jeder so weit bzw. perfekt). Und in dieser Phase kommen selbstverständlich Hilfen immer wieder dann zum Einsatz, sobald das Pferd vom vorgegeben abweicht. Das kann zu Beginn natürlich fast ständig sein. Trotzdem bemüht man sich, immer wieder die Hilfen auf null zu bringen, damit das Pferd lernen kann, selbstständig zu arbeiten.

Genau wie ihr möchte man im Westernreiten irgendwann ein Pferd, dass sich mehr oder weniger auf der Hinterhand trägt und im Genik nachgibt. Dazu benötigt man zunächst auch einen (anstehenden) Zügel, gegen den man treiben kann. Zusätzlich werden dazu im Westernreiten eine vielzahl von Übungen verwendet. Erst wenn das Pferd sich selbst trägt, kann man es am vollständig losen Zügel reiten.

Ob das jeden Tag wieder notwendig ist, kann man so pauschal gar nicht beantworten. Ich wage man zu behaupten, dass es in der Regel ab einem gewissen Ausbildungsstand nicht so ist, aber pauschalisieren läßt sich das sicherlich nicht. Es muss schließlich immer das individuelle Pferd berücksichtigt werden.

Eine Bemerkung noch: Ich habe festgestellt, dass sehr gute Reiter beider Reitweisen meist auf den Pferden der anderen Reitweise recht schnell recht gut zurecht kommen. Ist der Reiter (oder auch das Pferd) noch nicht so weit, ist das etwas schwieriger.

LEider kenne ich Deine Stallgefährtin nicht, allerdings ist es gerade im Freizeit-Westernbereich oft so, dass Pferde nicht "konsequent western geritten" werden - viellleicht liegt hier auch der Grund für den Dir fehlenden Unterschied? Aber das ist natürlich reine Spekulation!!!

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23.12.2004 08:56 Anna ist offline E-Mail an Anna senden Homepage von Anna Beiträge von Anna suchen Nehme Anna in deine Freundesliste auf

Mucki Mucki ist weiblich
Routinier


Herkunft: Hessen

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Wo ich reiten gelernt habe, hatte ich auch eine Zeit lang von einer Westernreiterin Unterricht (in western-freizeit). Sind immer mit Westernsattel etc. geritten. aber trotzdem musste das Pferd lernen, am Zügel zu gehen. Das ist in jeder reitweise der Fall und auch wichtig. Nur beim WEetsren ist es nicht so, das vorne Gezogen und hinten getrieben wird, sondern das Pferd lernt langsam die Anlehnung auch am lockeren Zügel zu finden, so dass irgendwann der Zügel lang gelassen wird (trotzdem noch leichter Kontakt zum Pferdemaul!) und das Pferd trotzdem durchs Genickgeht und sich selbst trägt.
Ich denke es gibt da auf jeden Fall schon unterschiede, aber im prinzip ist es gleich. Das kommt auch sicherlich immer auf jeden einzelnen an, wie er sein Pferd reitet.

Lg
Mucki
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23.12.2004 12:07 Mucki ist offline E-Mail an Mucki senden Homepage von Mucki Beiträge von Mucki suchen Nehme Mucki in deine Freundesliste auf

Maggie Maggie ist weiblich
Turnierknipser



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Anna hat das schon ganz gut erklärt! Ich seh dass eigentlich genauso.

Mein Pferd wird solange am anstehenden Zügel geritten, bis es nachgibt. Dann gebe ich auch nach. Es entsteht somit also ein nicht dauerhaft anstehender Zügel, aber anfangs eben ein oft anstehender. (Hoffe Du verstehst was ich meine) Diese Phase kommt bei mir allerdings etwas nach dem ersten Training. (Also erst dann, wenn das Pferd schon Tempowechsel und Zirkel kann) Anfangs wird mit den Zügeln nur gelenkt und das Tempo bestimmt. Pferd zu schnell, Zügel wird aufgenommen, bis das Tempo wieder passt. Ob das Pferd dabei nach außen oder innen schaut ist mir in der Phase noch egal. Das kommt dann mit der Zeit. Und da kommen dann auch die Zügel zum Einsatz, die teilweise schon dem anstehenden Zügel des engl. Reiters gleiche. Allerdings hatte ich lange das Problem, dass ich zu oft zu lang den Zügel anstehen ließ.... Ein Erbe aus meiner englischen Reiterzeit....

Hab allerdings auch schon festgestellt, dass es von Trainer zu Trainer unterschiedlich ist. Während der eine Wert darauf legt, dass das Pferd am Zügel geht, nimmt der andere nur ganz selten den Zügel an... Ich bevorzuge ein Mittelding!

lg

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26.12.2004 01:24 Maggie ist offline E-Mail an Maggie senden Beiträge von Maggie suchen Nehme Maggie in deine Freundesliste auf

madpony madpony ist weiblich
Super Moderator


Herkunft: Taunus

Themenstarter Thema begonnen von madpony
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Danke erstmal an Euch alle, für die zahlreichen Antworten!

@ Luckydee

danke auch für die Buchtipps, aber gleich "umschulen" wollt ich nicht *lol*

Im Prinzip hat Anna den Nagel schon auf den Kopf getroffen

Zitat:
Original von Anna
LEider kenne ich Deine Stallgefährtin nicht, allerdings ist es gerade im Freizeit-Westernbereich oft so, dass Pferde nicht "konsequent western geritten" werden - viellleicht liegt hier auch der Grund für den Dir fehlenden Unterschied? Aber das ist natürlich reine Spekulation!!!


Das ist auch der Eindruck, den ich habe.
Wobei das noch nichtmal auf den Westernbereich beschränken will. Leider sieht man es in der Freizeitreiterei generell oft, dass jemand einen Englisch/Western/sonstwas Sattel aufs Pferd legt und damit meint automatisch zum englisch/western...Reiter geworden zu sein.
Nur kenn ich mich mit der Westernreiten halt gar nicht aus, sodass ich mich da nicht einfach festlegen will (was die Stallgenossen betrifft) ohne mal nachgefragt zu haben.
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27.12.2004 19:32 madpony ist offline E-Mail an madpony senden Beiträge von madpony suchen Nehme madpony in deine Freundesliste auf

Wild_Horse Wild_Horse ist weiblich
Jungspund


Herkunft: Schweiz

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Erst einmal hallo,

Zur Westernreitweise: Wie oben richtig beschrieben steht, handelt es sich hier um eine Impuls (signal) Reitweise, das Pferd soll durchgängig am losen Zügel stehen, wobei wir immer wieder nach dem Nachgeben "fragen", z.B. durch annehmen der Zügel. Werden die Zügel angenommen, meist in Verbindung mit den Schenkeln, soll sich das Pferd vorwärts abwärts bewegen.

Pauschal zu erklären wie das genau funzt bzw. wie das Pferd ausgebildet wird, würde hier den Rahmen sprengen, speziel deshalb weil es im Westernreiten keine Reitlehre im klassischen Stil gibt, d. H. das westerngerittene Pferd einen Stall weiter, hört unter umständen auf andere Signale als mein Pferd, wobei die "Grundzüge" meisst sehr ähnlich sind Augenzwinkern .

Vielleicht müsst Ihr vom Englischreiten etwas umdenken - bin früher auch Dressur und Springen geritten - wir helfen nicht, wir lassen die Pferde fehler machen und korrigieren Sie. Wir machen das solange bis Sie selbst begreifen, dass Sie etwas falsch machen. Z. Bsp. Auf dem Zirkel Galoppieren wir das Pferd am losen Zügel, zieht es über X (Zirkel zu gross) lenken wir quer über den Mittelpunkt des Zirkels - auf der anderen Seite aber wieder auf die Volte und lassen es wieder in Ruhe bis der nächste Fehler folgt. Das kann 10 - 15 mal der Fall sein, bis das Pferd begreift, dass es auf dem Zirkel seine "Ruhe" hat und selbstständig den Zirkel findet Augenzwinkern

Ich hoffe ich konnte Euch das ganze etwas erläutern ...

Es grüsst das wilde Pferdchen

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04.01.2005 21:41 Wild_Horse ist offline Homepage von Wild_Horse Beiträge von Wild_Horse suchen Nehme Wild_Horse in deine Freundesliste auf Füge Wild_Horse in deine Kontaktliste ein

Tonka Wakan Tonka Wakan ist weiblich
Jungspund


Herkunft: Oberfranken

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Western vs. Englisch.

Die bekanntesten Reitstile sind der Klassische (Englisch) und der Western Reitstil.

Die Grundvoraussetzungen sind bei beiden Reitstilen die gleichen.

~ Hilfen richtig und konsequent vermitteln und weitergeben

~ Hilfen sind Hilfen die richtig dosiert eingesetzt werden

~ Durch Nachgeben (Belohnung) lernd das Pferd, nicht durch Druck (Strafe)

~ Das wichtigste ist, die Reihenfolge. Boden- Schritt- Trab- Galopp Was am Boden nicht klappt,

funktioniert dann auch im Sattel nicht

~ Für die Ausrüstung gilt das gleiche

~ Sinnlos Leckerlies füttern heißt nicht Belohnung, eine Belohnung ist zur richtigen Zeit eine Ruhepause,

Streicheleinheit oder Trainingsende.

Der Unterschied zwischen der klassisch englischen und der western Reitweise.

Als erstes sollte man sich der Vergangenheit widmen un bedenken, aus welchem Grund und Zweck sich beide entwickelt haben.

Die Wurzeln des so genannten Englischreitens liegt in der Militär Reiterei. Ein Pferd musste sofort und verlässlich reagieren, es musste in Kampfaktionen oder Märschen exakt kontrollierbar und damit ständig unter Spannung, sprich am Zügel stehen.

Beim Westernreiten ist das ganz anders, in den USA wurde (und wird) das Pferd als Arbeitspferd gesehen. Mit ihm wurden sehr weite Streccken zum Viehtransportieren zurückgelegt. Dies konnte natürlich nur bei minimalem Kraftaufwand für Reiter und PFerd ausgeführt werden. Die Gangarten der Westernpferde sind meist flacher und weniger schwungvoll, diese Kräfte bei Pferd und Reiter sparen.

In der klassischen Reitweise, wird die Versammlung des Pferdes stärker gefordert. z. B. in der das Pferd das Genick weitaus mehr abknicken muss, hierbei wölbt sich der Rücken und die Schritte werden schwungvoller. Dies ist für Reiter und Pferd anstrengend.

Die Versammlung beim Westernreiten erfolgt am langen Zügel. Aber bis dass klappt muss viel gearbeteitet werden. Das Pferd muss lernen den letzten Wunsch des Reiters so lange zu befolgen, bis es neue Signale erhällt.
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20.05.2005 09:03 Tonka Wakan ist offline E-Mail an Tonka Wakan senden Homepage von Tonka Wakan Beiträge von Tonka Wakan suchen Nehme Tonka Wakan in deine Freundesliste auf

Sam Sam ist weiblich
Lebende Foren Legende



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Hm, eigentlich wollte ich auch was dazu schreiben - aber es ist alles schon gesagt, Tonka Wakan hat es dann auch noch super auf den Punkt gebracht!

Ich selber bin in der Englisch-Dressurreiterei großgeworden (typischer Werdegang: Voltigieren - Reiten). Nach einer Unterbrechung wollte ich - wenn ich überhaupt reite - Freizeit und am liebsten Westernreiten. Mit Sam habe ich damit erst angefangen, habe ihn von einer sehr guten Trainerin, die mittlerweile zu einer guten Freundin geworden ist, einreiten lassen und mich auch von ihr auf ihren Turnierponys unterrichten lassen, um mein Reiten und meine Sensibilität zu verbessern.

Für mich ist es einfach schöner und bequemer mit der Westernreiterei - wobei das hier bitte nicht falsch zuverstehen ist: ich habe keine Turnierambitionen, bin reiner Freizeitreiter - hinter einem sehr gut gerittenen Westernpferd steckt sehr viel Arbeit <-- nicht Brutalität, wie viele noch denken und wie es oft praktiziert wird, das meine ich nicht mit sehr gutgerittenem W-Pferd.

Ich bezeichne mich selber nicht als Westernreiter, aber ich reite Sam so, wie er ausgebildet wurde (western). Es macht einfach nur Spaß

LG Eva.
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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Sam: 13.06.2005 17:59.

13.06.2005 17:58 Sam ist offline E-Mail an Sam senden Beiträge von Sam suchen Nehme Sam in deine Freundesliste auf

Serenade Serenade ist weiblich
Grünschnabel


Herkunft: Graz

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Also ich reite auch englisch, aber in den letzten 2 wochen musste ich auf ein Pferd aufpassen und durfte es auch reiten. Naja wie es so ist ist dieses Pferd western eingeriten und ich weiß grade wie man die zügel haltet und wie man stehn bleibt. und das man nicht treiben darf. Naja anfangs akmm ich überahupt nicht damit zurecht aber jetzt gehts schon.
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23.07.2005 11:27 Serenade ist offline E-Mail an Serenade senden Beiträge von Serenade suchen Nehme Serenade in deine Freundesliste auf

Anna Anna ist weiblich
VIP


Herkunft: NRW

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Hallo Serenade,

das man beim Western reiten gar nicht treiben darf/sollte, kenne ich nicht so. Ich versuche ganz im Gegenteil, die Pferde mit immer weniger Hand zu reiten - und die Hilfengebung mögichst in Richtung Bein und Gewicht zu verschieben.

Ich persönlich bin auch der Meinung, dass es unmöglich ist, ein Pferd von hinten nach vorne und über den Rücken zu reiten, ohne treibende hilfen zu benutzen.

Viele Grüße
anna
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31.07.2005 14:10 Anna ist offline E-Mail an Anna senden Homepage von Anna Beiträge von Anna suchen Nehme Anna in deine Freundesliste auf

isa-anjo isa-anjo ist weiblich
Routinier


Herkunft: hessen

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so mal hier mein eindruck (ich sitze seit etwa 3 wochen auf nem westernhoppe und davor ausschließlich englisch)

ich finde es meistens total verwirrend, wenn ich meine englisch-hilfen spiegelverkehrt (nciht ganz korrekt aber einfach ausgedrückt, also bitte nicht steinigen) geben muss, dann halt ich meistens an und sortiere mcih

die größten unterschiede sind ganz klar: kein ständiges treiben, kein konsequenter kontakt zum maul, viel mehr stimme und ein viel ruhigeres pferd
kann ja jetzt nur nach meiner erfahrung urteilen (ach so und mein momentaner vierbeiniger untersatz ist auch viel besser erzogen, was aber sicher nciht nur an der reitweise, sondern auch an besi und deren auffassung von erziehung liegt^^)


allerdings hätte ich noch ne frage zur zügelführung: ich reite im moment mit beiden händen, weils einfach noch ukomplizierter wird, sobald man nur noch eine hand hat (jaaaa ich habe mich einhändig verirrt und das arme pferdchen verwirrt^^)

aber wie is denn die korrekte beidhändige western zügelführung?

lg isa
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10.03.2008 17:33 isa-anjo ist offline E-Mail an isa-anjo senden Beiträge von isa-anjo suchen Nehme isa-anjo in deine Freundesliste auf Füge isa-anjo in deine Kontaktliste ein

Pixu Pixu ist weiblich
Foren-Inventar


Herkunft: Zweidlen, ZH, CH

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ich reite auch western, bzw bin es gerade am lernen. und eigentlich kann man zu den Unterschieden gar nichts mehr sagen, da meines Erachtens schon alles erwähnt wurde.

Für mich ist der grösste Unterschied der wenige Kontakt zum Maul des Pferdes und die Beinhilfen die doch mehr und etwas anders sind als im Englisch gerittenen (obwohl ich auch im englischen nie turniere oder so geritten bin....). Und ich denke auch die Einstellung ist zum Teil (nicht bei allen) doch unterschiedlich ob western oder englisch (meine Erfahrungen, bitte niemand persönlcih nehmen!)

Ich reite meinen auch mit zwei Zügeln und halte diese ähnlich wie in der englischen Reitweise, einfach in der Hand auch von unten nach oben durch die Hand. Allerdings soviel ich weiss ist bei Turnieren etc muss immer mit einer Hand gerittten werden. Aber dabei hat man ein nur soooo kleines Spielfeld zum irgendwie mit dem Pferdemaul Kontakt aufzunehmen, das klappt nur wen mans shcon gut kann und das Pferd auch. Deshalb ist es am anfang sicher einfacher mit zwei Händen zu reiten und wenn man das nicht Turniermässig betreiben will sowieso.

Viele Freizeitreiter sind englisch geritten und denken sich, ach ja western wäre doch auch noch ne schöne Sache. Kaufen sich einen Sattel und Zaumzeug und schon "reiten" sie western. hab das selber so erlebt bei meinem ehemaligen Pflegepferd. Nun hab ich ein wirklich western gerittenes PFerd und nehme auch Unterricht um richtig western zu reiten. Und bisher hatte ich total Freude daran und werde es wohl so schnell auch nicht aufgeben.... daumenhoch
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11.03.2008 07:53 Pixu ist offline E-Mail an Pixu senden Beiträge von Pixu suchen Nehme Pixu in deine Freundesliste auf MSN Passport-Profil von Pixu anzeigen

Boylinchen Boylinchen ist weiblich
Chaosgenie


Herkunft: BaWü - Aalen

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Wegen der Tunierfrage, da darf wahrscheinlch Anna nochmals eingreifen, weil ich da (Freizeitreiter eben) nicht unbedingt fit bin, aber soweit ich weiß, darf man in den ersten Klassen der Turnier-Karriereleiter auch mit 2 Händen reiten, aber es kommt soweit ich weiß dabei auch auf's Alter des Pferdes an.

Isa-Anjo: Ganz genau kann ich deine Frage jetzt leider nicht deuten.
Ich erklär deshalb mal beides.
Wie die Zügel in der Hand liegen, da gibt m.E. nach unterschiedliche Haltungsweisen, ich habe zumindest 2 verschiedene kennen gelernt.
Die eine, sie verläuft von unten in die Faust und oben geht der Zügel zwischen Zeigefinger und Daumen raus, die andere sie verläuft ebenfalls von unten in die Faust, geht aber neben dem Daumen aus der Faust heraus. Ich persönlich bevorzuge die erste, wobei ich gestehen muss, dass meine Zügel auch manchmal noch durch den Zwischenraum bei Ring- und kleinem Finger verlaufen.

Die andere Auffassungsweise: Es gibt die Möglichkeit der Zügelbrücke. Das heißt man bildet zwischen den beiden Händen quasi eine Brücke, die nach oben gewölbt ist.
Zum Gymanstizieren nehme ich gerne aber auch mal den einzelnen Zügel in die einzelne Hand, da ich so feinere, genauere Hilfen geben kann. So hab ich anfangs auch vor allem mit der Gymnastik, Biegung und Stellung auf Anweisung meiner RL angefangen Augenzwinkern
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11.03.2008 08:15 Boylinchen ist offline E-Mail an Boylinchen senden Beiträge von Boylinchen suchen Nehme Boylinchen in deine Freundesliste auf

Pixu Pixu ist weiblich
Foren-Inventar


Herkunft: Zweidlen, ZH, CH

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Das ist auch möglich das es in den unteren Klassen erlaubt ist, turniermässig kenn ich mich leider auch zu wenig aus.

ich halte die zügel ebenfalls in der ersten von dir beschriebenen weise. Allerdings gibt es viele westernreiter die zb keine offenen lederzügel haben. Ich zb reite mit ganzem zügel und nicht aus leder, die sind so dick das man sie fast nicht wie beim englisch reiten beim kleinen finger und ringfinger hindurch bringen kann :-) doch doch, es geht schon, hab mich auch schon dabei erwischt....

wie du beschreibst ist die gymnastizierung, biegen etc einfacher zum handhaben und durchführen (zumindest für den reiter, hat das auch auswirkungen aufs pferd?)
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11.03.2008 08:41 Pixu ist offline E-Mail an Pixu senden Beiträge von Pixu suchen Nehme Pixu in deine Freundesliste auf MSN Passport-Profil von Pixu anzeigen

Boylinchen Boylinchen ist weiblich
Chaosgenie


Herkunft: BaWü - Aalen

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Ich denke um dem Pferd das beizubringen schon. Wobei es da auch unterschiede gibt. Ich denke man kann zum Teil zumindest eindeutigere Hilfen (also ich gehe von einem Pferd aus, dass die Hilfe noch nicht kennt) auf die einzelnen Gebissringe geben. Klar sollte man gymnastizierende Übungen genauso durch Gewicht und Schenkel hauptsächlich reiten, dennoch brauch ich anfangs ebenso vermehrt die Zügel als später.
Geht es nachher darum das Pferd an die einhändige Hilfe heranzuführen ist denke ich die Zügelbrücke wieder sinnvoller.
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11.03.2008 12:08 Boylinchen ist offline E-Mail an Boylinchen senden Beiträge von Boylinchen suchen Nehme Boylinchen in deine Freundesliste auf

Anna Anna ist weiblich
VIP


Herkunft: NRW

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Hallo Zusammen,

bitte entschuldigt meine späte Antwort, leider habe ich es erst heute gelesen.

Zuerst einmal zu den Regularien auf dem Turnier. Hier muss man leider ein wenig zwischen den verschiedenen Verbänden unterscheiden.

In der EWU ist es so, dass die Zügelfühung zunächst (Reiter-)Leistungsklassenabhängig ist. In der LK4 und LK5 darf ausschließlich auf Snaffle oder Bosal und beidhändig geritten werden. In der LK3 hat der Reiter (unabhängig vom Pferdealter) die Wahl zwischen beidhändiger Zügelfühung mit Bosal oder Snaffle oder einhändiger Zügelführung im Bit. In der LK1 und LK2 ist es zudem Pferdealterabhängig. In den Junior Klassen (4-6jährig) darf zweihändig mit Snaffle oder Bosal oder wahlweise einhändig im Bit geritten werden. In den Senior Klassen (7-jährig und älter) dann nur noch einhändig im Bit.

Die AQHA unterscheidet grundsätzlich nur nach Pferdealter. Dabei hat sie für junior und senior Pferde die gleichen Regelungen wie die EWU in den beiden oberen Leistungsklassen. Allerdings sind für die AQHA bereits 6-jährige Pferde senior Pferde.


Wenn ich im Training zweihändig reite, nehme ich die Zügel mal als Zügelbrücke und mal einzeln auf. Auf dem Turnier ist für die beidhändige Zügelführung die Zügelbrücke vorgeschrieben.
Einhändig kann man im Training auch einfach mit der Brücke reiten, auf dem Turnier ist aber nur ein Finger zwischen den Zügeln erlaubt und beide Zügelenden müsssen auf der Seite hängen, mit deren Hand man die Zügel führt. Das sollte man dann natürlich auch zuhause mal so üben....

Viele Grüße
Anna
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20.03.2008 13:34 Anna ist offline E-Mail an Anna senden Homepage von Anna Beiträge von Anna suchen Nehme Anna in deine Freundesliste auf

Thrash_Doll Thrash_Doll ist weiblich
Erfahrenes Mitglied


Herkunft: Italien

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Also ich habe 2 Reithalfter Kineton-Reithalfter und eine ganz einfache einohrtrense. mit 4 gebissen eine Hakmore, ein Palham und eine Kandare für die Einohrtrense, und ein Crescendotrense mit zusatzkette für das Kineton-Reithalfter.
(Das hab ich allerdings am liebsten^^)
Aber ich bei allen offene Zügel.
ich komm gut aus damit.
bo..
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11.09.2008 11:15 Thrash_Doll ist offline E-Mail an Thrash_Doll senden Beiträge von Thrash_Doll suchen Nehme Thrash_Doll in deine Freundesliste auf

Maggie Maggie ist weiblich
Turnierknipser



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????? Auf was ist denn Deine Antwort bezogen?!
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11.09.2008 11:21 Maggie ist offline E-Mail an Maggie senden Beiträge von Maggie suchen Nehme Maggie in deine Freundesliste auf

Thrash_Doll Thrash_Doll ist weiblich
Erfahrenes Mitglied


Herkunft: Italien

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Auf die Zügel... offene zügel sind western ich reite aber meine Pferde Englisch... jedenfalls sattel, und sie behaubtet das es zwei total andere reitweisen sind, was ich auch verstehe... und das auch stimmt... man treibt die Pferde ganz anders die Zügelhaltung ist ganz anders, und naja uch die Art wie man in dem Sattel sitzt.
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11.09.2008 11:28 Thrash_Doll ist offline E-Mail an Thrash_Doll senden Beiträge von Thrash_Doll suchen Nehme Thrash_Doll in deine Freundesliste auf

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