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Fahrsport Übersicht

Fahrsport

Hier findet Ihr einige Artikel rund um den Fahrsport. Mit freundlicher Unterstützung von Jörg Burghardt!
www.fahrteam-burghardt.de


Benno Achenbach

Benno von Achenbach

Benno Achenbach wurde am 24. Juli 1861 in Düsseldorf als Sohn eines Kunstmalers geboren. bedingt durch die vielen Auslandsreisen seines Vaters konnte Benno Achenbach schon in früher Kindheit mit den Pferdegespannen umgehen. So steuerte er als 8 jähriger zwei- und Vierspänner durch die heimatlichen Gefilden. Als 12 jähriger durfte Benno dann auch ein Tandem fahren, welches als schwerstes zu fahrendes Gespann gilt.

Ebenso lernte Benno Achenbach durch die vielen Auslandsreisen seines Vaters die jeweils landestypische Fahrweise kennen. Mit diesem Wissen ausgestattet, fing Benno Achenbach an, das deutsche Fahrsystem zu modernisieren, welches heute noch Gültigkeit hat.

!892 erhielt Benno Achenbach die erste Goldmedaille für stilvolles Fahren

Im Jahre 1899 verfaßte er die Stilanspannungsgrundsätze, die später als maßgeblich durch den Reichsverband in die Turnierordnung übernommen wurden.

1906 wurde er durch Wilhelm II zum königlichen Marstall berufen, wo ihm der damalige Fahrunterricht übertragen wurde. Zudem hat er dann die Geschirre und Wagen nach fachmännischen und künstlerischen Gesichtspunkten modernisiert. Während dieser Tätigkeit wurde Benno Achenbach dreimal, zuletzt 1913, zur Olympia-Show nach England kommandiert.

Als Anerkennung seiner fahrerischen Entwicklungsarbeit wurde Benno Achenbach im Jahre 1910 durch Kaiser Wilhelm II geadelt und durfte ab sofort den Titel Benno von Achenbach tragen.

1922 erschien die erste Auflage seines selbst verfaßten Buches „Anspannen und Fahren“, das heute noch käuflich zu erwerben ist. Ebenfalls im Jahr 1922 erarbeitet Benno von Achenbach die Heeresdienstvorschrift (HDV). Sie wurde zur allein gültigen Vorschrift bezüglich des Fahrens erklärt.

Durch eine öffentliche Ovation im Jahre 1931 wurde er geehrt und sein Lebenswerk durch eine entsprechende Festrede während des Aachener Turniers gewürdigt.

Am 15. Oktober 1936 verstarb Benno von Achenbach im Alter von 75 Jahren in Berlin.


Grundgedanke und Grundsätze des Benno von Achenbach

Grundgedanke und Grundsätze des

Benno von Achenbach

 

1. Der Grundgedanke:

Das Bestreben des Benno von Achenbach war, durch zweckmäßige Anspannung, Sicherheit für Passagiere und Fracht zu erreichen und gleichzeitig bei bester Ausnutzung der Pferdekraft die Pferde so weit wie möglich zu schonen. Aus diesem Grundgedanken entstanden die Grundpfeiler der deutschen Fahrkultur.

 

Die Betriebssicherheit

Unter Betriebssicherheit verstand Benno von Achenbach korrekte, vorschriftsmäßige Geschirre, verkehrssichere Wagen sowie ausgebildete Fahrer und Pferde

Die Zweckmäßigkeit

Hierunter verstand Benno von Achenbach die bestmögliche Ausnutzung der Pferdekraft und gleichzeitige Schonung der Pferde. Dieses kann man mit der Achenbach-Leine sowie mit der festen, oder halbfesten Anspannung erreichen

 

 

2. Die Grundsätze des Benno von Achenbach:

  1. Zum Korrekten Fahren gehören die richtige Achenbachleine, die Peitsche und die feste Bracke.

    Warum: Ohne die feste Bracke können die Vorteile der Achenbachleine nicht genutzt werden

  2. Auf korrektem Ein- und Zweispännigfahren ist Vier- und Mehrspännig fahren aufgebaut. Ein Umlernen ist nicht notwendig.

    Warum: Die Leinen werden grundsätzlich mit der linken Hand gehalten

  3. Die rechte Hand muß jederzeit frei sein können, zum Grüßen, Betätigen der Kurbelbremse, für den Peitschengebrauch und das Anzeigen von Fahrtrichtungsanzeigen.

  4. Alle Wendungen werden nur durch Nachgeben der äußeren Leine eingeleitet. Den Wendungen geht immer ein Verkürzen der Leinen und des Tempos voraus.

    Warum: Durch das Nachgeben der äußeren Leine kann das äußere Pferd den Wagen besser in die Wendung ziehen. Außerdem werden Stellung und Biegung in die Bewegungsrichtung ermöglicht.

  5. Die senkrechte Stellung beider Hände (Fäuste) in allen Haltungen ermöglicht Wendungen lediglich nur durch Drehung der Handgelenke

  6. Rechts- und Linkswendungen sind grundsätzlich voneinander verschieden und werden daher auch verschieden gefahren (Stichwort Leinenkreis und Deichselkreis)

    Warum: Der Fahrer sitzt rechts auf dem Bock, die Deichsel jedoch ist in der Mitte der Achse befestigt. Von daher ergeben sich verschiedene Kreise wenn man eine Wendung fährt.

  7. Das Gleiten lassen einer Leine oder mehrerer Leinen macht korrektes Fahren unmöglich und ist daher im Straßenverkehr verboten

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